Wie ein Kelim entsteht

Schönheit aus persischer Hochlandschafwolle
Das Geheimnis der Qualität
Der Zauber der Farben
Das Spiel von Licht und Schatten
Die hohe Kunst der Färberei

Schönheit aus persischer Hochlandschafwolle

Teppiche von ORITEP und Dastafarin werden nach überlieferter Tradition in Handarbeit hergestellt. Sie sind aus reiner Schafwolle, die von den Herden der Nomaden stammt. Auch die Verarbeitung der hochwertigen Wolle zu edlem Garn liegt heute noch zum Teil in den Händen der Herdenbesitzer.
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Das Geheimnis der Qualität

Die für ORITEP überwiegend von den Gasghai-Nomaden gefertigten Teppiche sind aus der Wolle der sehr robusten Fettschwanz- oder Breitschwanzschafe. Ein Qualitätsmerkmal dieser Schafwolle ist ihr sehr hoher Gehalt an Wollfett (Lanolin).

Dieses Fett macht die Wolle so geschmeidig, dass äußerst feine Fäden gesponnen werden können. Wolle aus der ersten Schur nach dem Winter enthält besonders viel Lanolin. Das Endprodukt - der Teppich - kann deshalb auch nicht so leicht verschmutzen.

Sehr dauerhaft und widerstandsfähig ist die Wolle von Tieren, die gutes Weideland und reichlich Wasser vorfinden. Tiere, die dazu noch extremen Witterungsbedingungen trotzen müssen, liefern die beste Wolle. Diese Produkt- und Qualitätsmerkmale werden bei den hochwertigen Teppichen von ORITEP stets beachtet. Aber auch das Gefühl darf beim Kauf eines Kelim, Lhori oder Gabbeh ein Wörtchen mitreden.
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Der Zauber der Farben

Der optische Gesamteindruck eines Teppichs wird vom Aufbau der Motive und Muster, vom Glanz und der Intensität der Farben geprägt. Harmonische Kompositionen in Farbe und Design beflügeln die Sinne. Für ORITEP ein wichtiger Grund, ausschließlich Naturfarben als Färbemittel zu verwenden.

Der Grundstein für leuchtende Farben mit natürlichem Glanz wird bereits beim sorgfältigen Waschen der Wolle gelegt. Je weicher das Wasser ist und je heller die Wolle gewaschen wird, desto besser nimmt sie später die Farbe an, um so strahlender ist dann auch ihr Glanz.
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Das Spiel von Licht und Schatten

Was natürliche Farbtöne angenehmer macht als synthetische Farben ist einfach erklärt. Im Gegensatz zu chemischen Farbstoffen sind im Spektrum der Naturfarben die jeweiligen Nachbarfarben bereits enthalten. Sie reflektieren durch das Sonnenlicht neben ihrer Hauptfarbe auch Anteile ihrer Nebenfarben, die dämpfend und harmonisierend wirken.

Natürliche Farbstoffe finden wir in organischen Materialien, in Pflanzen und Tieren. Die bekannte blaue Farbe wird aus den Blättern und Stielen des Indigostrauches gewonnen. In Indigoblau steckt ein Anteil Rot und ein wenig Gelb. Das Krapprot aus der Wurzel der Färberröte hat ebenfalls Gelbanteile. Deshalb lassen sich Naturfarben beliebig miteinander kombinieren, ohne grell oder disharmonisch zu wirken.
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Die hohe Kunst der Färberei

Das Färben der Wolle ist häufig ein langwieriger und aufwendiger Prozess. Die Mehrzahl der Naturfarben sind Beizenfarbstoffe, es kommen aber auch Küpenfarbstoffe und Direktfarbstoffe zum Einsatz. Man unterscheidet deshalb im wesentlichen drei Färbetechniken.

Beizenfärberei: Damit sich die Farbe mit der Wolle dauerhaft verbindet, werden die Fasern vor der Färberei mit einem natürlichen Beizmittel behandelt. Geeignet sind Moorschlamm, Joghurt, säure- und mineralstoffhaltige Pflanzensäfte, etwa von der Wolfsmilch oder dem Walnussbaum.

Küpenfärberei: Das Verfahren ist nach der Küpe (Tonne) oder Kufe benannt, in der Farbstoffe wie zum Beispiel Indigo aus der Pflanze gelöst werden.

Direktfärberei: Zum Färben dient eine Brühe, die man durch Einweichen und Auskochen von Zwiebelschalen, Heu, Eicheln und anderen Pflanzen und Hölzern gewinnt. Das Ergebnis sind farbechte Rotbraun- bis Gelbbraun- und Gelbgrüntöne.

Die Verwendung von Naturfarben verleiht jedem Teppich seine einzigartige Eleganz. Was darüber hinaus für die altbewährten Naturfarbstoffe spricht, ist ihre hervorragende Waschechtheit. Zudem laufen Naturfarben weniger aus und sind weniger lichtempfindlich als synthetische Fasern.
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